Mit diesen Worten auf der Bodenplatte beginnt das Traumapuzzle. Dies ist der Ausgangspunkt für alle weiteren Schritte:

Egal was ist- ich lebe- darauf will ich aufbauen.

Menschen, die ein Trauma nicht verarbeitet haben, leiden immer wieder unter den Gedanken, Bildern und Gefühlen, die mit den traumatischen Erfahrungen zusammenhängen. Die innere Welt ist eine Welt voll Schrecken, die oft das Gefühl des Abgestorbenseins hinterlassen. Sie können sich und andere häufig nicht mehr richtig fühlen und leiden unter der Gefühlstaubheit. Doch trotz all dem was geschehen ist, trotz all der belastenden Gefühle oder Erinnerungen:

"Ich lebe"

In mir ist, neben all der Dunkelheit, neben all dem Schrecken, etwas nicht kaputt gegangen, ein Kern, der nicht zerstört werden konnte und der wachsen will, der Raum haben möchte, der das Innere mit Licht erfüllen will und der Kraft hat. Festzustellen und sicherzustellen, dass man lebt und in einem etwas ist, das wachsen möchte, ist für viele schon ein schwieriger Schritt, da es sich so oft anders anfühlt. Umso wichtiger ist es, sich diese Aussage immer wieder bewußt zu machen- im Alltag, nach einem Flashback oder auch während man über belastende Dinge nachdenkt oder redet. Wenn die Angst so groß ist, dass man vergisst wie man aus einer bestimmten Situation herausgekommen ist, ist es wichtig sich deutlich zu machen, dass man es überlebt hat und nun leben kann.